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Geschichte des Pokerspiels

Wenn man Nachforschungen in die Ursprünge des Pokerspiels anstellt, stellt man fest, dass die Meinungen der Experten weit auseinandergehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Pokerspiel, wie wir es heute kennen, eine Kombination aus verschiedenen Spielen ist.

Der Ursprung des beliebten Kartenspiels liegt mehrere Jahrhunderte in der Vergangenheit. Es gibt verschiedene Theorien, die sich allerdings nicht eindeutig belegen lassen.

Was sind die Ursprünge des Pokers?

Einige Historiker gehen davon aus, dass die ersten Kartenspiele, die an das chinesische Dominospiel angelehnt waren, bereits 900 n. Chr. in China entstanden. Andere sind der Meinung, dass die Wurzeln des Pokerspiels in dem persischen Spiel „as nas“ liegen. Dabei handelt es sich um ein Spiel, das mit einem Kartendeck bestehend aus 25 Karten in verschiedenen Farben und mit fünf Spielern gespielt wurde. Es wies ähnliche Rangfolgen und Kartenwerte auf wie das heutige 5 Card Stud Pokerspiel und war diesem recht ähnlich.

As nas playing cards
As nas playing cards (tumblr.com)

Die wahrscheinlichste Theorie ist, dass Poker vom französischen Spiel „Poque“ abstammt. Im Jahre 1480 kamen die ersten französischen Siedler in New Orleans an und hatten dieses Spiel im Gepäck. Auch beim Poque wird sehr viel geblufft und gewettet.

Die deutsche Variante „Poch“, die auch heute noch gespielt wird, könnte mit dem Pokerspiel in Verbindung stehen. Beim Pochen wird ebenfalls gesetzt und geblufft. Es spielen drei bis sechs Spieler mit einem Pochbrett und 32 oder 52 Spielkarten.

Pochbrett
Pochbrett (Quelle: Wikimedia Commons)

Woher stammt der Name „Poker“?

Auch für den Ursprung des Namens Poker gibt es mehrere Erklärungen. Die meisten Historiker gehen davon aus, dass sich Poker aus dem französischen „Poque“ und dem deutschen „Poch“ ableitet.

Woher stammt der Name „Poker“?

Aber es gibt noch andere Theorien. Eine besagt, dass der Name mit dem englischen Wort „poke“ in Zusammenhang steht, das im Slang des Untergrundmilieus in Amerika von Taschendieben verwendet wurde. Dabei spielten Kartenbetrüger ein Spiel mit 20 Karten mit dem Ziel, die anderen Spieler auszunehmen. Die Betrüger fügten dem Wort ein „r“ hinzu. Der Ausruf „Poker“ sollte dazu dienen, sich untereinander zu signalisieren, dass es an der Zeit war, die Opfer auszunehmen.

Andere Theorien und Spekulationen über die Herkunft des Namens besagen, dass Poker vom Ausruf „Hocus Pocus“ abstammt. Einige wenige Historiker glauben daran, dass Poker vom Hindu-Begriff „pukka“ abstammt.

Poker im 19. Jahrhundert

Am Anfang des 19. Jahrhundert wurde das Pokerspiel zum ersten Mal nachweislich in den Spielsalons in New Orleans gespielt, insbesondere auf den bekannten Mississippi Dampfern, die 1811 zum ersten Mal ablegten. Durch die Reisen der Dampfer und die Besiedlungen konnte sich das Spiel schnell im ganzen Land verbreiten.

Hildreth, der 1836 sein Buch „Dragoon Campaigns to the Rocky Mountains” veröffentlichte, war der erste, der das Pokerspiel schriftlich dokumentierte. Unabhängig davon beschrieben auch Jonathan H. Green in “Exposure of the Arts and Miseries of Gambling” (1843) und Joe Cowell, ein englischer Komödiant, in “Thirty Years Passed Among the Players in England and America” (1844) das Pokerspiel.

Poker im 19. Jahrhundert

Beide beschreiben in ihren Büchern ein Spiel mit 20 Karten, welche an vier Spieler verteilt werden. In seinem Buch „The Reformed Gambler“ von 1858 beschreibt Green weiterhin eine Pokerrunde, die 1834 in Louisville gespielt wurde. Auch der Autor Sol Smith erzählt in seinem Werk Theatrical Management in the West and South for Thirty Years (New York, 1868) von einer Pokerrunde, die 1835 auf einem Mississippi Dampfer stattfand.

Interessant dabei ist die Beschreibung, dass „niedrige“ und „hohe Karten, die höher als 10 sind, erwähnt werden. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass es das 52er Kartendeck bereits gab.

Der Grund für die Erweiterung des Kartendecks liegt darin, dass so mehr Spieler teilnehmen können und mehr Kombinationsmöglichkeiten gegeben sind. Zu dieser Zeit wurde auch der Flush eingeführt. Der Straight war allerdings noch nicht bekannt.

Zwischen 1830 und 1845 wurde das 52er Deck immer häufiger verwendet. Den Regeln wurde die Möglichkeit des Ziehens weiterer Karten hinzugefügt. Außerdem wurde die zweite Wettphase entwickelt, die es ermöglichte, eine schlechte Hand zu verbessern.

Das vollständig entwickelte Pokerspiel

In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es durch den Bürgerkrieg in den USA zahlreiche Neuerungen. Die Varianten Stud Poker und Draw Poker wurden entwickelt und in der Ausgabe des American Hoyle von 1875 schriftlich festgehalten. Besonders unter Soldaten erfreuten sich die Spiele großer Beliebtheit, denn sie konnten sich so ihre Zeit vertreiben.

Das vollständig entwickelte Pokerspiel
(pinterest.com)

Das Pokerspiel zog auch in die Saloons des Wilden Westens ein, wodurch sich das Bild des smarten Cowboys, des Betrügers, der Schlägereien und Schießereien formte und auch heute noch in den Köpfen der Menschen ist.

Poker im 20. Jahrhundert

Die United States Printing Company und die New York Sun haben Nachforschungen angestellt und ihre Ergebnisse 1904 und 1905 veröffentlicht. Ziel sollte es sein, definitive Regeln aufzustellen.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde neben Draw und Stud Poker eine weitere Variante entwickelt, die heute als Texas Hold´em bekannt ist. Es ist das erste Pokerspiel mit Community Cards und wurde 1926 zum ersten Mal unter dem Namen „Spit in the Ocean“ in Hoyle erwähnt.

1910 begann der Bundesstaat Nevada, gegen die Wettspiele vorzugehen. Bereits damals gab es erste Diskrepanzen zu der Meinung, ob Pokern ein Glücksspiel ist oder auf bestimmten Fertigkeiten beruht. Doch auch Verbote konnten die Leidenschaft für das Pokerspiel nicht mindern, es verbreitete sich nur umso schneller.

1930 änderte sich die Gesetzeslage noch einmal und Nevada wurde zum einzigen Bundesstaat, in dem das Pokern und das Casinospiel erlaubt waren. Im Jahre 1978 schloss sich auch Atlantic City an. Die Saloons verschwanden und machten Kartenräumen und Casinos Platz.

1866 The American Card Player - Euchre Whist
1866 The American Card Player - Euchre Whist (ebay.com)

Die WSOP

Die erste World Series of Poker fand im Jahre 1970 in Binion’s Horseshoe in Downtown Las Vegas statt. Eigentlich handelte es sich um ein Treffen alter Freunde und Spieler.

Inspiriert wurde Benny Binion von einem epischen Heads-up Turnier zwischen Johnny Moss und dem legendären Nick “The Greek” Dandolos aus Kreta im Jahre 1949. Bereits damals versammelten sich viele Menschen, um diese spannende Begegnung zu beobachten. Binion erkannte, dass Poker durchaus das Potential hat, eine Veranstaltung für Zuschauer zu werden.

Die zweite Inspiration, die Binion schließlich dazu brachte, das erste Turnier zu veranstalten, war die “Texas Gambling Reunion 1969“ Dabei handelte es sich um ein High-Stakes Cash Game Event im Holyday Casino in Reno. Binion beschloss, in seinem Casino ein ähnliches Event zu organisieren.

WSOP in 1970
WSOP in 1970 (vegasmagazine.com)

Die erste WSOP 1970

Die Beteiligung an diesem ersten Turnier war noch recht gering. Das Line-up setzte sich zusammen aus Moss, Pearson, Preston, Doyle “Dolly” Brunson, Jack “Treetop” Straus, Bill Boyd, Brian “Sailor” Roberts, Jimmy Casella, Titanic Thompson und Crandell Addington. Sie alle spielten professionell Poker.

Am Ende eines mehrtägigen Pokerturniers gaben sie schließlich ihre Stimmen ab, wer der beste Spieler sein soll. Im ersten Durchlauf wählte sich jeder selbst, so dass die Abstimmung wiederholt werden musste. Dabei durfte man seine Stimme nur einem anderen Spieler geben.

Johnny Moss, WSOP
Johnny Moss, WSOP (wikipedia)

Gewählt wurde schließlich Johnny Moss, der erste Champion der World Series of Poker. Als Siegerprämie erhielt er einen silbernen Becher.

Das zweite Jahr der WSOP war bereits ganz anders aufgebaut. Die Teilnehmer spielten nun Freezout Turniere und mussten sich in fünf Disziplinen beweisen. Mit einem Buy-in von 1.000 US Dollar wurden Seven-Card Stud, Razz, Five-Card Stud und Ace-to-Five Draw gespielt. Für das Texas Hold´em Main Event mussten die Spieler einen Buy-in von 5.000 US Dollar leisten.

1973 lag der Buy-in für das Main Event bereits bei 10.000 US Dollar, was auch bis heute beibehalten wurde. In diesem Jahr zog die Veranstaltung auch das Interesse der Medien auf sich. CBS erschien und filmte den Gewinn von 130.000 US Dollar, den Puggy Pearson erhielt.

Von Jahr zu Jahr stieg die Teilnehmerzahl der WSOP. 2017 nahmen bereits 7.221 Spieler am Main Event teil und generierten einen Preispool in Höhe von knapp 68 Millionen US Dollar. Der Sieger Scott Blumstein erhielt eine Auszahlung von über 8 Millionen US Dollar. 2018 gab es 78 offizielle Bracelet Veranstaltungen.

Die erste Frau bei der WSOP

Barbara Enright - WSOP
Barbara Enright - WSOP (wikipedia)

Die erste Frau, die sich an einen Turniertisch des Main Events bei der WSOP setzte, war Barbara Freer im Jahre 1978. Es folgten weitere interessierte Spielerinnen. Doch die erste, der es gelang, ein Bracelet zu ergattern, war Vera Richmond, die 1982 das Ace to Five Draw Event gewann.

Barbara Enright war die erste und bisher auch einzige Frau, die im Jahre 1995 das Main Event gewann. Die weiblichen Pioniere sorgten dafür, dass immer mehr Frauen in der einstigen Männerdomäne präsent sind.

Das erste Bracelet

WSOP
WSOP (wikipedia)

Das Bracelet, auch heute noch der begehrte Preis der Spieler, wurde 1976 zum ersten Mal verliehen. Bis dahin wurden den Siegern Pokale überreicht. Das Bracelet ist nicht nur ein Zeichen der Anerkennung, sondern auch ein Schmuckstück von hohem Wert, das aus Gold gefertigt und mit Diamanten besetzt ist.

Poker wird in Deutschland populär

Das Kartenspiel kann auch hierzulande auf eine lange Tradition zurückblicken. Im 14. Jahrhundert brachten Händler die ersten Decks nach Europa. Dort verbreiteten sie sich sehr schnell. Das älteste Kartenspiel, das auch heute noch recht gut erhalten ist, stammt aus dem Jahre 1430 und wurde im Raum von Stuttgart gefunden. Es zeigt Jagdszenen einer Hofgesellschaft.

Die Erfindung der Holzschnitttechnik ermöglichte es, die Karten preiswert zu vervielfältigen. So erhielten auch die unteren Gesellschaftsschichten Zugang zu Spielkarten, die vorher nur der Oberschicht vorbehalten waren.

Poker wird in Deutschland populär
(ludomax.de)

Beliebte Kartenspiele in Deutschland

Das erste in Deutschland bekannte Kartenspiel war „Landknecht“, das im 15. und 16. Jahrhundert gespielt wurde. Aus diesem Spiel entstanden später die populären Spiele Skat und Schafskopf.

Eine besondere Rolle zur Verbreitung der Kartenspiele spielten auch in Deutschland die Kriege, denn das Spiel war die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Soldaten. Als sie nach den Schlachten wieder in die Heimat zurückkehrten, brachten sie auch neue Spiele mit.

Die Kartenspiele, die auch heute noch gern im Kreise der Familie und Freunde gespielt werden, sind unter anderem:

  • Skat
  • Rommé
  • Canasta
  • Schwimmen
  • Doppelkopf
  • Schafkopf

Allerdings haben diese Spiele etwas an ihrer Popularität eingebüßt, was unter anderem auch der steigenden Beliebtheit des Pokerspiels zu verdanken ist.

Doppelkopf Kartendeck
Doppelkopf Kartendeck (spielkartenladen.de)
Schafkopf, bayrisches Deck
Schafkopf, bayrisches Deck (wikipedia)

Poker verbreitet sich in Deutschland

Seit 1872 war das Glücksspiel und somit auch Poker in Deutschland verboten. 1933 hob die NSDAP das Verbot auf und die ersten deutschen Spielbanken wie das Casino Baden-Baden nahmen ihren Betrieb wieder auf. Als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, wurde das Glücksspiel erneut verboten und erst in den 50er Jahren wieder in Betrieb genommen.

Das Glücksspiel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand inoffiziell weiterhin statt. Neben Skat, Doppelkopf und Schafkopf wurde auch Poker gespielt. Die Spielrunden wurden entweder in privaten Räumlichkeiten oder in Gaststätten organisiert.

In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts begann das Spiel in den landbasierten Casinos wieder beliebter zu werden. Dazu gehörten unter anderem auch Besuche in Casinos, die sich außerhalb des Landes befanden. Die flexibleren Reisemöglichkeiten eröffneten den Spielern nun die Chance, auch in Casinos in Las Vegas ihr Glück zu versuchen.


Der Poker Boom um die Jahrtausendwende

Seinen wirklichen Boom erlebte Poker aber erst nach der Jahrtausendwende. Große Pokerturniere (wie beispielsweise die Europäische Poker Tour EPT) wurden im Fernsehen übertragen und Kameras waren jetzt in der Lage, den Zuschauern auch die verdeckten Karten (Hole Cards) der Pokerprofis zu zeigen.

Chris Moneymaker

Die besten internationalen Pokerspieler entwickelten sich zu Stars und inspirierten viele Pokerspieler weltweit, selbst Menschen, die noch nie Poker gespielt hatten.

Dies führte zu einem riesigen Pokerboom, als die ersten Casinos und Pokerräume im Internet ihre Türen öffneten. Plötzlich mussten Leute, die am Poker interessiert waren, nicht mehr ins Casino fahren oder Pokerclubs beitreten, sie konnten sich jetzt einfach bei einem Online Casino anmelden und losspielen.

Dieser Poker-Boom erreichte im Jahre 2000 auch Deutschland. Dafür ist insbesondere der spektakuläre Sieg von Chris Moneymaker verantwortlich. Der Spieler konnte sich online qualifizieren und wurde vom unbekannten Amateur über Nacht zum Weltmeister, der ein Preisgeld von 2,5 Millionen Dollar und das begehrte Bracelet gewann.

Die ersten Online Poker Seiten

Chris Ferguson
Chris Ferguson (wikipedia)

Das Internet und die Möglichkeit, Poker online zu spielen, trug enorm zur Popularität des Pokers bei. Alles begann in den 90er Jahren, als das Internet für die Bevölkerung zugänglich wurde. In einer Gruppe, der rec.gambling.poker (RGP), diskutierten Internet-Nerds, die auch eine große Leidenschaft für das Pokerspiel hatten. Zu dieser Runde gehörten unter anderem Chris “Jesus” Ferguson, Greg Raymer, Perry Friedman, Paul Phillips, David Sklansky, Mike Caro und Steve Brecher.

Sie beschlossen, einen Pokerserver aufzubauen, der damals wie ein Live Chat ohne grafisch dargestellte Tische und Pokerhände funktionierte. Gespielt wurde zwar nur um Spielgeld, aber der Grundstein für das Online Pokerspiel, wie wir es heute kennen, wurde damit gelegt.

Es gab sogar eine Online Version der WSOP, die WRGPT genannt wurde und über E-Mail ablief. Ein Teilnehmer schickte eine Hand per Mail, der Empfänger schickte seinen Spielzug zurück. So dauerte es mehrere Wochen, einen Level zu spielen.

Die erste Online Poker Webseite

Planet Poker
Planet Poker (wikipedia)

Später realisierte man, dass sich mit Online Poker Geld verdienen lässt, die Idee, eine Poker Webseite zu gestalten, war geboren. Am 1. Januar 1998 wurde die erste Echtgeld Hand auf Planet Poker gespielt.

Im Laufe der Zeit wuchs das Interesse an dem $ 3/$ 6 Texas Hold’em Tisch. Im Februar 1998 war der Tisch zum ersten Mal 24 Stunden lang aktiv.

Die Technologie verbesserte sich und 1999 nahm die heute noch aktive Poker Plattform PartyPoker ihr Geschäft auf. Anfang 2000 erlebte Poker unter anderem durch die Möglichkeit des Online Spiels einen Boom, der Markt wuchs rasant an. Als dann 2003 Moneymaker seinen spektakulären Gewinn bei der WSOP machte, erhielt das Online Pokerspiel noch mehr Zulauf. 2005 ging PartyGaming, der Mutterkonzern von PartyPoker, an die Londoner Börse.

Der große Poker Skandal und die UIGEA

9/11
9/11 (bild.de)

Nach dem großen Terroranschlag im September 2001, bei dem Attentäter zwei entführte Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York steuerten, erließ die amerikanische Regierung immer strengere Gesetze, die auch das virtuelle Glücksspiel beeinflussen sollten.

Unter anderem war es ab 2006 den amerikanischen Banken verboten, Transaktionen durchzuführen, die in Verbindung mit Poker Webseiten stehen. Das Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) war geboren.

Allerdings hatte diese Maßnahme zur Folge, dass sich die Poker Anbieter nach neuen Märkten in Asien und Europa umschauten und so auch in Deutschland durch großangelegte Werbeaktionen für die Verbreitung des Online Pokerspiels sorgten. PartyPoker zog sich gänzlich aus dem amerikanischen Markt zurück, während PokerStars und Full Tilt weiterhin aktiv waren.

Der Poker Skandal um Ultimate Poker versetzte dem Online Pokerspiel einen großen Rückschlag. Einige Spieler besaßen sogenannte „Super User“ Accounts und konnten die Hole Cards der Gegner einsehen. Die Community verlor das Vertrauen in das Online Spiel. Der positive Effekt des Skandals war, dass heutzutage vermehrt Wert auf Sicherheit gelegt wird.

Black Friday

Full Tilt Poker
Full Tilt Poker

Der 15. April 2011 war ein weiterer schwarzer Tag in der Geschichte des Online Poker. Den großen Poker Rooms PokerStars, Full Tilt, Ultimate Bet und Absolute Poker wurden Verstöße gegen den UIGEA vorgeworfen.

Die Unternehmen haben mit der Gründung von Scheinfirmen den illegalen Transfer von Geldern von amerikanischen Spielern vorgenommen. Unter anderem wurden die Unternehmen der Geldwäsche und des Bankbetrugs angeklagt.

PokerStars gelang es, schnell wieder auf dem Markt Fuß zu fassen. Full Tilt jedoch konnte vorerst nicht weiter bestehen, was auch daran lag, dass die Betreiber Ray Bitar, Howard Lederer und Chris Ferguson die Gelder auch für ihren privaten Gebrauch verwendet hatten und die Spieler nicht auszahlen konnten.

Inzwischen hat PokerStars Full Tilt Poker aufgekauft und die Spieler ausgezahlt. Davon ausgenommen waren allerdings die US Spieler, die auch heute noch auf ihr Geld warten. Die Spieler von Ultimate Bet und Absolute Poker gingen leer aus.

Pokerstars ist der Marktführer
Pokerstars ist der Marktführer (wikipedia)

Poker im 21. Jahrhundert

Das Spiel im Internet nimmt im 21 Jahrhundert eine besonders große Rolle ein. Die meisten Pokerspieler beginnen ihre Karriere heutzutage im Web. Durch die zahlreichen Angebote wie Pokerschulen im Internet, ausführliche Strategieartikel und Communities steigt das Niveau stetig an. Neue Errungenschaften in der Technologie eröffnen den Entwicklern noch mehr Möglichkeiten. In regelmäßigen Abständen kann der Spieler neue Varianten und Spielformen ausprobieren. Verbesserte grafische Darstellungen und schnellere Internetverbindungen optimieren die Spielerfahrung.

Die Angebote der Poker Webseiten

Ein weiterer Grund für den wachsenden Zulauf neuer Spieler sind die attraktiven Bonusangebote und Promotionen. Wer mit dem Spielen beginnen möchte, kann an kostenlosen Freeroll Turnieren mit Echtgeld Gewinnen teilnehmen. Bonusaktionen bieten den neuen Spielern die Möglichkeit, ihren eingezahlten Betrag zu vervielfachen.

Sehr attraktiv für die Spieler ist die Tatsache, dass sie durch das Online Spiel Qualifikationen für große Turniere gewinnen können. Sogar Entries für die WSOP können mit geringen Einsätzen erspielt werden.


Das mobile Pokerspiel

Ein sehr wichtiger Teil der Poker Industrie ist das mobile Spiel. Der ausschlaggebende Moment, der den Eintritt in das mobile Online Spiel ermöglichte, war die Veröffentlichung des iPhones im Jahre 2007. Der Bildschirm war wie ein PC Desktop gestaltet, die Hardware war sehr leistungsstark.

Der App Store, der 2008 online ging, öffnete dem mobilen Glücksspiel die Pforten, denn Entwickler konnten ihre Spiele direkt an den Endkunden veräußern.

2008 erschloss auch Google mit Android und dem Google Play Store den Markt. Der Vorteil des Betriebssystems Android war, dass die Software mit sehr vielen Geräten kompatibel war. Mobile Echtgeld Casinos und mobile Poker Rooms schossen wie Pilze aus dem Boden.

Das mobile Spiel hat im vergangenen Jahrzehnt ständig an Bedeutung gewonnen. Nicht nur die Technologie verbesserte sich, sondern immer mehr Nutzer erwarben ein internetfähiges Smartphone. Darüber hinaus ist das mobile Internet schneller und stabiler geworden, so dass ein flüssiges Game Play möglich ist.

Es gibt Spieler, die ausschließlich mit ihrem mobilen Endgerät auf die Angebote der Poker Plattformen zugreifen. So ist das Spiel unabhängig von Zeit und Ort. Die moderne HTML5 Technologie, die im Jahre 2010 entwickelt wurde und das mobile Spiel nochmals revolutionierte, ermöglicht sogar das Spiel im mobilen Browser ohne den Download einer Poker Software.

mobile poker
mobile poker (pokerstars.com)

Offline Poker

War einst die WSOP das einzige große Turnier, das für passionierte Pokerspieler attraktiv war, gibt es heute auch in Europa mehrere Möglichkeiten, an Live Turnieren teilzunehmen.

Im Jahre 2007 wurde die European Poker Tour (EPT) zum ersten Mal veranstaltet. 2015 kam die WSOPE, der europäische Ableger der World Series of Poker, nach Deutschland.

Doch auch Spieler, die regelmäßig pokern wollen, können an den abwechslungsreichen Turnieren der Spielbanken teilnehmen, die regelmäßig veranstaltet werden.

Echte Fans können sich in Vereinen und Clubs organisieren und um Punkte spielen. Die Vereine sind unter anderem auch ein Ort der Zusammenkunft, wo die Spieler sich austauschen und voneinander lernen können. Es werden sogar deutschlandweit Meisterschaften ausgetragen.


Poker Varianten

Die bekannteste und beliebteste Variante ist Texas Hold´em. Doch es gibt noch eine Vielzahl weiterer spannender Versionen des beliebten Kartenspiels, die wir dir nun vorstellen möchten:

  • Omaha und Omaha Hi Lo
  • Five Card Draw
  • Five Card Stud
  • Seven Card Stud
  • Razz
  • Badugi
  • 8-Game
  • HORSE

Wenn du Abwechslung liebst, dann solltest du die Mixed Games testen, die immer beliebter werden. Du hast die Wahl zwischen dem 8-Game und HORSE. Manchmal wird auch ein Mixed Game nur mit Omaha und Texas Hold´em im Wechsel angeboten.

Auf den großen Online Pokerseiten hast du die Möglichkeit, diese Varianten auch kostenlos zu spielen, um dich mit den Abläufen und den Regeln vertraut zu machen.

Fazit

Poker hat eine aufregende und spannende Geschichte. Doch sie ist an dieser Stelle noch nicht zu Ende, denn fast jeden Tag gibt es Neuigkeiten in der Pokerwelt. Wenn du in das Poker Abenteuer einsteigen möchtest, dann besuche unsere Seite mit den Texas Hold´em Regeln und informiere dich bei uns über die besten Online Poker Seiten für deutsche Spieler.

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