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Die wichtigste Poker-Turnierserie in Europa: Die EPT

WSOP, EPT, WPTHeutzutage gibt es drei große Pokerturnierserien auf der Welt. Die WSOP, die EPT und die WPT. Während die WSOP schon seit Jahrzehnten die größte und wichtigste Turnierserie der Welt ist, kam im Jahr 2004 die European Poker Tour auf. 11 Jahre später ist die EPT die klare Nummer 1 in Europa und, was die Teilnehmerzahlen sowie das Preisgeld betrifft, die weltweit bedeutendste Serie nach der WSOP. Wir stellen die EPT in einem ausführlichen Porträt vor.

Geschichte der EPT

EPTGegründet wurde die European Poker Tour (EPT) im Jahr 2004 vom TV-Produzenten und Pokerspieler John Duthie. Damals befand sich Poker vor allem in der Variante Texas Hold’em auf einem weltweiten Siegeszug. Das Konzept der EPT lautete wie folgt: Die Events sollten in den schönsten Casinos Europas und in historischen Städten Europas gespielt werden. Die EPT-Saison beginnt seit jeher traditionell im September in Barcelona und endet im darauffolgenden Jahr in Monaco.

In den ersten Spielzeiten unterschied sich die EPT von anderen Serien wie der WSOP oder der WPT durch kleinere Buy-ins für die Events. So hatte die EPT weniger „Star Power“ und kleinere Preispools. Doch für die Sieger der ersten Turniere gab es auch schon Preisgelder im Bereich von 100.000 Euro. Dies machte mit der Zeit immer mehr Topspieler auf die EPT aufmerksam. In der vierten Saison stiegen die Buy-ins und die Teilnehmerzahlen derart an, dass zahlreiche namhafte Poker-Profis und Superstars wie Phil Ivey, Joe Hachem oder Patrik Antonius bei den Turnieren und Events der EPT mitspielten.

Das erste EPT Turnier war die EPT Barcelona 2004. Im Casino Barcelona fanden sich am 18. und 19. September 2004 229 Spieler ein und zahlten den Buy-in von 1.000 Euro. Die erste Saison der EPT bestand aus sieben Events in diversen europäischen Städten wie London, Wien, Dublin und Monte Carlo. Im Jahr 2017 wird aktuell schon die 12. Saison der EPT ausgetragen.

Im Jahr 2008 gehörte erstmals das PokerStars Caribbean Adventure (PCA) auf den Bahamas auch zu der EPT. Es war das erste Event der Serie, welches außerhalb Europas stattfand. Seit 2011 gehört die EPT zum Online-Pokerraum PokerStars. Wer sich online für Live-Events der EPT qualifizieren möchte, kann dies exklusiv nur über Online-Turniere bei PokerStars machen. Im Jahr 2012 übernahm der Österreicher Edgar Stuchly die Nachfolge von John Duthie als Präsident der EPT.

Im Gegensatz zu WPT-Events besteht bei der EPT der Finaltisch immer aus acht Spielern, anstatt aus sechs. Alle EPT Main Events werden in der Variante No Limit Texas Hold'em Freezeout gespielt. Der Buy-in für die meisten Events liegt bei 5.000 Euro. Das EPT Grand Final hat einen Buy-in von 10.000 Euro.

Ableger der EPT

WSOP, EPT, WPTIm Laufe der Jahre entstanden regionale Ableger der EPT und PokerStars übernahm als Sponsor auch diese Pokerturnierserien. Inzwischen gehören Tunierserien wie die Eureka Poker Tour, die UK & Ireland Poker Tour (UKIPT), die Latin American Poker Tour (LAPT), die Asia Pacific Poker Tour (APPT), die Italian Poker Tour (IPT), die Australia New Zealand Poker Tour (ANZPT), die Estrellas Poker Tour (ESPT) und die France Poker Series (FPS) und zu PokerStars.

Die Eureka Poker Tour gibt es seit 2011. Sie befindet sich inzwischen in ihrer vierten Saison. Die Pokerserie wird in Städten in Ost- und Mittel-Europa gespielt. Die UKIPT wird in Großbritannien und Irland gespielt. Sie befindet sich aktuell in ihrer fünften Saison. Die LAPT wurde das erste Mal im Mai 2008 in Brasilien ausgetragen. 2017 wird hier die 8. Saison ausgespielt. Die APPT ist inzwischen in ihrer 9. Saison angekommen. Sie wurde im Jahr 2007 gegründet und wird in großen asiatischen und pazifischen Städten ausgetragen. Die IPT ist ein italienischer Ableger der EPT. Die erste Staffel wurde im Juni 2009 in San Remo gestartet. Im Oktober 2017 ging die 7. Saison zu Ende. Die ANZPT wird in Australien und Neuseeland gespielt. Im Juli 2017 begann hier die 7. Saison der Serie. Die ESPT ist der spanische Ableger der EPT. Im August 2017 ging die 6. Staffel der ESPT zu Ende. Die FPS die französische Tochter der EPT. Aktuell befindet sich die FPS in ihrer 5. Saison.

Die wichtigsten EPT-Gewinner

Alex Stevic
Alex Stevic
Bildquelle - pokerstars.com

Der allererste EPT Main Event ging 2004 an den Schweden Alex Stevic. Er besiegte in einem 4-Stunden-Heads-up-Kampf den Iren Dave O’Callaghan. In der 3. EPT-Saison gewann dann zum ersten Mal mit Vicky Coren eine Frau einen EPT Main Event. Zudem wurde in diesem Jahr bei der EPT zum ersten Mal ein Preisgeld für den Sieger von mehr als 1 Mio. Euro ausgeschüttet (1,8 Mio. Euro). In der vierten Staffel gewann Mike McDonald mit 18 Jahren als jüngster Gewinner der EPT-Geschichte den EPT Dortmund Main Event.

Poorya Nazari
Poorya Nazari
Bildquelle - pokerstars.com

Das größte Preisgeld der Geschichte gab es in der 5. Staffel. Der Kanadier Poorya Nazari gewann den PCA Main Event für 3 Mio. Dollar. Die Deutsche Sandra Naujoks holte in derselben Saison mit Platz 1 bei der EPT Dortmund den Sieg. Ein Jahr später gab es durch den Sieg von Liv Boeree bei der EPT San Remo für 1,25 Mio. Euro den dritten weiblichen EPT Main Event Gewinner. Mit mehr als 9.000 Spielern und einem gesamten Preispool von mehr als 56 Mio. Euro wurde die Saison 6 zur größten in der Geschichte der EPT. In der 8. Saison standen das letzte Mal 13 Events auf dem Terminplan der EPT. Inzwischen werden zwischen 6 und 8 Turniere pro Saison gespielt. Mit Ronny Kaiser, Martin Schleich und Benny Spindler gewannen in der 8. Saison zudem gleich drei deutsche Spieler Main Events.

Ole Schemion
Ole Schemion
Bildquelle - pokerstars.com

Seit 2008 wird der EPT Spieler des Jahres gekürt. Im ersten Jahr war der Ukrainer Max Lykov bester Spieler der ganzen Saison. 2014 ging dieser Titel das erste Mal nach Deutschland. Der deutsche Poker Profi Ole Schemion wurde erster deutscher EPT Spieler des Jahres. Er holte sich in der 10. Saison insgesamt 14 EPT-Cashes, darunter drei Finaltische bei den Super High Rollern, einen Main Event Finaltisch und den Sieg beim High Roller Event der EPT Sanremo. Zudem brachte er als erster Spieler das Kunststück fertig, bei drei Stopps jeweils beim Super High Roller-, High Roller- und Main Event ins Geld zu kommen. Insgesamt gewann er in dieser Season über 2,1 Mio. Euro an Preisgeldern.

Die EPT Berlin 2010 - "Der schwärzeste Tag in der Geschichte des deutschen Pokers"

Die EPT Berlin 2010
EPT Berlin 2010
Bildquelle - pokerstars.com

Der Event in der EPT-Geschichte, der für die meisten Schlagzeilen sorgte, war wohl die EPT Berlin 2010. Leider schaffte der Event dies nicht durch tolle Pokeraction, sondern durch einen spektakulären Raubüberfall. Er ging als schwärzester Tag in der Geschichte des deutschen Pokers in die Geschichte ein.

Die EPT Berlin wurde vom 2. bis zum 7. März 2010 in der Hauptstadt im Grand Hotel Hyatt ausgetragen. 945 Teilnehmer nahmen an dem Main Event teil. In Dortmund waren es 2009 zuvor nur 667 Spieler gewesen. Berlin schien als Austragungsort die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Alles lief gut, bis zum Samstag, den 6. März. Gegen 14 Uhr stürmten plötzlich vier bewaffnete, maskierte Männer den Turniersaal des Grand Ballroom. Der Angriff erfolgte zu dem Zeitpunkt, als das Geld auf dem Weg zum Tresor war. Es brach Panik im Turniersaal aus und zahlreiche Spieler flüchteten durch den Hinterausgang. Zehn Minuten später traf die Polizei ein. Einige Personen waren bei dem Überfall leicht verletzt worden.

Das Turniergeschehen musste zunächst auf unbestimmte Zeit pausiert werden. Der EPT-Security war es glücklicherweise gelungen, den Angreifern den größten Teil der Beute wieder zu entreißen. Danach ergriffen die Täter die Flucht. Sie hatten trotzdem etwa 240.000 Euro erbeutet. Nach viereinhalb Stunden konnte der Main Event fortgesetzt werden.

Am 10. März wurde ein Beitrag im ZDF-Magazin „Aktenzeichen XY … ungelöst“ zur Aufklärung des Falles gesendet. Am 15. März ging der Polizei ein erster Täter ins Netz. Er hatte sich am Ende freiwillig gestellt und ein Geständnis abgelegt. Kurz darauf fasste die Polizei auch den zweiten und den dritten Täter. Schlussendlich kehrte auch der vierte Täter auf Grund des Fahndungsdrucks aus seinem Türkeiaufenthalt zurück und ergab sich den Justizbehörden. Inzwischen wurden alle Täter verurteilt. Einer der Drahtzieher, Mohammed Abu-C., stammt aus dem Berliner Abou-Chaker-Clan, demselben Familien-Clan, mit dem auch Rapper Bushido verbandelt sein soll.